Sælde und êre - Vor dem Fest zu Clam - Teil 3

30. Mai 2008

Rasend schnell fallen die Kalenderblätter, der Mai nähert sich bereits seinem Ende, und manch einer ächzt unter der ersten vorsommer- liche Hitzewelle. Für uns steht somit am kommenden Wochenende bereits das zweite Festereignis dieser Saison am Programm, bei dem wir wiederum darstellungsmäßig und als Lagergruppe vertreten sein dürfen: das Ritterfestfest zu Burg Clam. Nach dem von Raum- und Zeitnöten diktierten Lageraufbau in Egg wollten wir diesmal alles etwas entspannter angehen. Daher erfolgte die Anreise bereits am Donnerstag, ein Umstand, der euch nun auch diesen kurzen Vorbericht beschert ...

Die herrliche Burg Clam  - und rechts der steile Anstieg, über den hinauf während des Festes ein großer Trupp Schwergewappneterdie Mauern bestürmen wird ...

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Kleiner Zwischenraum

Nachdem wir Burg Clam bereits vor wenigen Wochen besucht, die örtlichen Gegebenheiten besichtigt und uns am herrlichen Ambiente begeistert hatten, gab es bei der Anreise keinerlei Probleme mehr. Burg und Umgebung präsentierten sich bei unserer Ankunft unter strahlendem Sonnenschein mindestens so prächtig, wie wir sie in Erinnerung hatten. Allenfalls war das Grün mittlerweise ein noch dich- teres geworden, weshalb die alten Bäume des Parks nun wohltuenden Schatten spenden.

Auf zwei Ebenen unterhalb der Burg wird sich das Spektakel abspielen: Beim Meierhof soll der Markt postiert werden, etwas oberhalb auf der schattigen Wiese werden das Lagerleben stattfinden sowie Kampf und Spiele vor sich gehen. Soll und wird deshalb, da wegen unseres diesmal frühen Eintreffens erst zwei Wackere anzutreffen waren: Der Veranstalter höchstpersöhnlich, Schmied Schmidberger, und Richard von den Hirschensteinern, dar uns gleich einmal mit der Meldung schockierte, er hätte zwei Zelte sowie das riesige Son- nensegel des Vereins schon mal alleine aufgebaut. Ein Schlag für unser Selbstvertrauen, an dem wir vor allem während unseres fol- genden Kampfes mit dem eigenen Gezelt zu kauen hatten ...

Wie versprochen hatten uns Hilde und Hans ein wunderbares Plätzchen auf der oberen Lagerwiese reserviert - solten zuvor waren wir bei einem Fest so schön postiert. Überhaupt scheint uns die Organisation äußerst kompetent gemacht und der Kontakt mit den be- freundeten Schmidbergern, bei denen wir ja schon einmal ein Wochenende zu Gast verbringen durften, ist ja ohnedies ein sehr herz- licher ...

Der in Clam angesiedelte Graf beehrte ebenfalls das Lager mit seinem Besuch, allerdings wird er bei dem Fest selbst nicht anwesend sein. Vielleicht ist das auch gut so, schließlich soll die Burg im Zuge des Festes erstürmt werden und wer weiß, was danach überhaupt noch vom Gemäuer steht. Dieser Sturm soll übrigens eine tolle, einmalige Sache werden, und nach alledem, was von Hans darüber zu erfahren war, ist jeder, der sich dieses Ereignis entgehen lässt, selber schuld: verteidigende Bogenschützen, ein steiler Anstieg über den hinauf sich ein großer Trupp schwer Gewappneter gen die Schlossmauern werfen wird, Sturmleitern, ...

Und auf dieses idyllischen Plätzchen durften wir unser Lager platzieren. Noch ist alles leer, doch bald schon wird hier eine beeindruckende Zeltstadt zu sehen sein ...

Außerdem wird es da noch den Drachen geben, ein Ungetüm, der sonst noch nirgends in Österreich zu sehen war, und das wohl das machen wird, was man von einem braven Schuppentier so erwartet: Jungfrauen verspeisen, Helden verbrennen ... Das Programm verspricht jedenfalls eine ganze Menge an Attraktionen, darunter natürlich die berüchtigten Hirschensteiner Böllereien (na hoffentlich knallen die keine Löcher in die Wolken), das von gegenseitigen Höflichkeiten und feinen Umgangsformen gekennzeichnete Auftrittspro- gramm der Greifensteiger, das äußerst besichtigungswürdige Gewandungssortiment der Teutschen Gwandweiber, ... und noch eine ganze Menge, von der ihr aber nach dem Feste selbst Genauers erfahren mögt ...

Wir selbst, also Sælde und êre, werden beim Turniere wieder den fürstlichen Haushalt unter dem Baldachin mimen dürfen (allerdings wollte der Graf die Schlüssel zu seinen Gemächern während der Zeitdauer seiner Abwesenheit leider nicht an uns herausrücken - schade!), es wird einiges an handwerklichen Tätigkeiten zu bewundern geben und natürlich dürfen auch unsere mittelalterlichen Spielebretter nicht fehlen, von denen eines in Clam fertiggestellt werden soll.

So und nun Schluss mit der Schreiberei, schließlich gibt es noch einiges vorzubereiten. Wer denn neugierig geworden ist, der möge doch, wenn es die Zeit erlaubt, das Fest selbst besuchen. Auch die Burg selbst lohnt eine Besichtigung. Und wenn ihr denn in unserem Lager vorbeischaut, so seid ihr uns herzlich willkommen, könnt euch im Ringewerfen und im mittelalterlichen Brettstpiel üben ...

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